Migration und Sucht - Interkulturelle Aspekte in der Beratung und Betreuung von Migrantinnen und Migranten in der Suchtarbeit

Einleitung

Die Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen erfordert neben der entscheidenden Fachkompetenz ein kulturspezifisches Wissen und eine interkulturelle Kompetenz in der Beratungs- und Behandlungspraxis. Damit wird auf eine kultursensible und achtsame Annäherung abgezielt, die erforderlich ist, um sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Besonderheiten der Klientinnen und Klienten wahrzunehmen, Bedeutungszusammenhänge herzustellen, diese zu reflektieren und in eigene Handlungs- und Behandlungsprozesse integrieren zu können. Die Begegnung mit etwas, was fremd, unbekannt, unvertraut und unverständlich ist, kann bedrohlich, beängstigend, aber auch spannend und bereichernd sein. Wichtig ist dabei die Bereitschaft, sich auf den anderen (den Fremden) einzulassen und eigene Gegenübertragungsgefühle zu reflektieren.

Inhalt

  • Migration und Krankheit
  • Erhöhte Krankheitsrisiken bei Migrantinnen und Migranten
  • Krankheitsfördernde bzw. begünstigende migrationsbedingte Belastungsfaktoren
  • Inanspruchnahme und Verhalten der Migranten
  • Zugangsbarrieren und Bedeutung der interkulturellen Öffnung der Regelversorgungseinrichtungen
  • Kulturspezifische familiäre Norm- und Wertesysteme und Kulturstandards am Beispiel der Türkeistämmigen
  • Religiöse Vorstellungen und Krankheitsverständnis am Beispiel des Islam
  • Interkulturelle Kompetenz in der Behandlungvon Menschen mit Migrationshintergrund
  • Kultursensible Anamneseerhebung
  • Interkulturelle Kommunikation und interkulturelle Missverständnisse in der Beratung und Begleitung
  • Die Bedeutung der sprachlichen Verständigung und Behandlungssetting mit Übersetzung
  • Historischer Rückblick auf die Arbeitsmigration im Nachkriegsdeutschland
  • Interkulturelle Aspekte in der Suchtarbeit und kultursensible Betreuung und Behandlung bei Suchterkrankungen

Kompetenzerwerb

Sie setzen sich aktiv mit interkulturellen Aspekten in der Suchtbehandlung auseinander und sind in der Lage, Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen anhand Ihrer erweiterten Fachkenntnisse zu beraten. Sie haben erweiterte Kenntnisse, die Ihre praktische Arbeit mit Migrantinnen und Migranten bereichern und erleichtern.

Teilnahmegebühren für
Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf:
230,00 €
Teilnahmegebühren für
externe Teilnehmende:
275,00 €

Bevor Sie den Kurs in den Warenkorb legen können, müssen Sie die persönlichen Daten für alle Teilnehmer eingeben.

The number of purchased units.