Machen wir aus der Kindheit eine Krankheit?

Einleitung

Sind psychische Störungen wirklich Krankheiten - oder sind es Konstrukte unserer Gesellschaft? Welche sozial-kulturellen Umstände in der "psychiatrischen Diagnose" und in der alltäglichen Praxis der (semi-)stationären und ambulanten Jugendhilfe spielen eine wichtige Rolle? Der Psychiater Allen Frances sagt: "Die Diagnose und die Behandlung einer psychischen Störung sind oft eine ineffiziente und unfaire Art, mit sozialen Problemen umzugehen. Wenn die Schulklassen zu groß sind, die Schulen Turnstunden abschaffen und die Kinder den ganzen Tag einsperren, dann erhalten die aktivsten und jüngsten unter ihnen die Diagnose ADHS, verbunden mit den entsprechenden Medikamenten. Die Pharmaindustrie verzeichnet damit hohe Umsätze. Dieses Geld sollte in die Verkleinerung von Klassen und in die Neueinstellung qualifizierter Sportlehrer/-innen investiert werden."

Inhalt

Das systemische Denken und Handeln bildet die Grundlage der Fortbildung: Die Kategorien von Ursache und Wirkung werden zugunsten einer zirkulären Sichtweise aufgegeben. Probleme und Störungen werden nicht isoliert betrachtet und behandelt, sondern in ihren vernetzten Zusammenhängen wahrgenommen und bearbeitet.

Kompetenzerwerb

Sie sind in der Lage, kritisch zu reflektieren, ob und inwiefern eine zu starke Psychiatrisierung bzw. Pathologisierung des (sozial-)pädagogischen Alltags wirklich zieldienlich ist.

Teilnahmegebühren für
Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf:
310,00 €
Teilnahmegebühren für
externe Teilnehmende:
370,00 €

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