Intensiv-Training "Pflegegradexpert*in" - Pflegegradmanagement nach SGB XI

Inkorrekte Einstufungen nach dem Pflege-Versicherungsgesetz haben seit jeher existentielle Auswirkungen für vollstationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste. Für Pflegeeinrichtungen/Pflegedienste ist es daher unerlässlich - ja sogar überlebenswichtig - zu wissen, nach welchen genauen Kriterien ein gerechter (hoher) Pflegegrad nach dem Pflegestärkungsgesetz II vergeben wird.

Inhalt und Kompetenzerwerb

Im Rahmen des zweitägigen Intensiv-Trainings lernen die Teilnehmenden im Detail die mit dem "Neuen Pflegebedüftigkeitsbegriff" eingeführten, aktualisierten gesetzlichen Regelungen und die Ausführungsbestimmungen bzgl. der Begutachtung kennen. In Kenntnis dieser verbindlichen Vorgaben, die für Gutachter*innen entsprechen der Begutachtungs-Richtlinien (BRI) gelten, kann sich eine Einrichtung perfekt vorbereiten.

Teilnehmende dieser Fortbildung werden befähigt, wichtige Sachverhalte präzise zu dokumentieren und die Begutachtungssituation kompetent zu beeinflussen. Sie erhalten maßgeschneiderte Informationen zur praktischen Handhabung des pflegegrad-relevanten Punktebogens (BI), werden darauf vorbereitet, ihr Wissen über Kernelemente der aktuellen Begutachtungs-Richtlinien praktisch zu nutzen und fachkundige Vorabbegutachtungen von Bewohnernnen / Kundnnen mit einem Ausschnitt aus dem Gutachtenformular durchzuführen.

Mit Abschluss dieser Fortbildung

  • sind Sie informiert über die aktuellen Ausführungsbestimmungen (Richtlinien),
  • finden sich in den Begutachtungs-Richtlinien sicher zurecht,
  • kennen die richtlinienkonforme Punktevergabe bei den Fragen der sechs relevanten Module, zur Erlangung eines gerechten (hohen) Pflegegrades,
  • wissen, wann ein Höherstufungsantrag in einen höheren Pflegegrad sinnvoll ist,
  • können Begutachtungssituationen präzise vorbereiten und fachkompetent gestalten,
  • klären praxisrelevante Fragen aus ihrem Arbeitsbereich
  • und profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen (Benchmarking-Effekt).

Bitte beachten! Wichtige Hinweise!

  1. Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie von Ihrer Leitung bereits für diese Veranstaltung vorangemeldet wurden.
  2. Teilnehmende benötigen jeweils ein eigenes Exemplar der Broschüre der Begutachtungs-Richtlinien (BRi) - Stand: 22.03.2021 - des Medizinischen Dienstes, das zur Fortbildung mitzubringen ist.
  3. Zu Beginn der Fortbildung müssen die Seiten 32 bis 82 der neuen BRi-Broschüre gelesen worden sein.
  4. Teilnehmende sollen (zu zweit oder zu dritt) den BI-Gutachtenbogen mitbringen, probeweise ausgefüllt von Punkt 2 bis einschließlich Punkt 5.1 zu einer Bewohner*in, die man höher einstufen möchte. Alternativ kann die übliche Pflegegradberechnung, die in Einrichtungen z. B. über einen EDV-Pflegegradrechner getätigt wird, mitgebracht werden.

Berufliche Zielgruppen

Dieses Angebot ist geeignet für nachfolgende Tätigkeitsprofile im Bereich der Pflege:

  • Trägervertreter*innen
  • Einrichtungsleitungen
  • verantwortliche Pflegefachkräfte (PDL)
  • Qualitätsmanagementbeauftragte
  • Wohnbereichs-/Teamleitungen
  • Ausgewählte Pflegefachkräfte
  • Leitungskräfte im Sozialen Dienst
  • Multiplikatoren

Dozent*in

Claudia Soppart, selbständige Dozentin, ehem. Mitarbeitende des Bundesministeriums für Gesundheit, ehemalige Ltd. Pflegefachkraft beim Medizinischen Dienst Nordrhein, Mitwirkung an der Konzeption der ersten BRi auf Bundesebene, Qualitätsmanagerin, TQM-Auditorin, Diplom-Sozialarbeiterin, Krankenschwester

Verantwortlich

Klaus Patzelt, Isabell Mölls, Birgit Böhm

Teilnahmegebühren für
Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf:
210,00 €
Teilnahmegebühren für
externe Teilnehmende:
nur für Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf

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