Balanceakt Kinderschutz (Jugendhilfe und Schule) - Beobachten, erkennen, einschätzen, handeln

Nehmen Fachkräfte Anzeichen für eine potenzielle Kindeswohlgefährdung wahr, steht am Anfang oft ein diffuses Bauchgefühl. Dann heißt es: Beobachtungen schärfen und in einer emotional fordernden Situation eine fachlich fundierte Einschätzung treffen. Im Balanceakt zwischen Hilfe und Kontrolle muss in Elterngesprächen Schwieriges zur Sprache gebracht, Kinder und Jugendliche an dem Prozess der Gefährdungseinschätzung beteiligt werden. Sind Eltern nicht kooperativ oder ist das Hilfepotential ausgeschöpft, ist es verpflichtend, den eigenen Schutzauftrag mit dem des Jugendamtes zu verknüpfen. Ist dieses bereits Akteur im Hilfesystem, müssen Fragen der Kooperation geklärt werden. Für diesen Schutzauftrag sind in § 8a SGB VIII Verfahrensstandards formuliert, die ein systematisches Vorgehen erfordern, das im Zusammenspiel mehrerer Fachkräfte entwickelt und umgesetzt wird.

Inhalt

  • Verfahrensstandards und rechtliche Aspekte im Kinderschutz
  • Kindeswohlgefährdung erkennen und einschätzen (im Mehr-Augen-Prinzip)
  • Balanceakt zwischen Hilfe und Kontrolle - Eltern zur Kooperation gewinnen
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gefährdungseinschätzung
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Kompetenzerwerb

Sie vertiefen und entwickeln Ihr Fachwissen entsprechend den Anforderungen Ihres Arbeitsfeldes und erwerben Handlungssicherheit im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen.

Dozent*in

Susanne Poller, Supervisorin M.A., Dipl.-Sozialarbeiterin, systemische Familienberaterin, Organisationsberaterin und Fortbildnerin (u.a. zu Kinderschutzthemen)

Teilnahmegebühren für
Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf:
610,00 €
Teilnahmegebühren für
externe Teilnehmende:
730,00 €

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