Sucht und Bindung

Einleitung

Wenn es in der frühen Entwicklung eines Kindes zu traumatischen Erfahrungen durch seine Bindungspersonen kommt, entwickelt sich oft eine Bindungsstörung. Eine Folge kann sein, dass diese Kinder als Jugendliche und Erwachsene zur Stressberuhigung in belastenden Situationen auf Suchtverhalten zurückgreifen, weil sie eine Stressregulation durch eine Bindungsperson nicht oder nur unzuverlässig erlebt haben. Das Suchtmittel (beispielsweise Alkohol oder Drogen) steht dabei als Ersatz für eine Bindungsperson und führt auch zu einer körperlichen Entspannung. Dies kann aber zu einer Suchterkrankung führen.

Inhalt

Die Fachambulanz der Diakonie Düsseldorf feiert ihr 40-jähriges Bestehen und lädt zu einer Tagung ein, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Sucht und Bindung beschäftigt. Mit Herrn Karl Heinz Brisch konnte ein renommierter Experte gewonnen werden. Im Teil 1 seines Vortrags werden - ausgehend von den Grundlagen der Bindungstheorie - die Zusammenhänge zwischen Bindungstraumatisierungen und Suchtentwicklung dargestellt. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten einer bindungsorientierten Beratung und Therapie von suchtkranken Menschen - auch an Fallbeispielen und Video-Demonstrationen - aufgezeigt. Außerdem wird sich Anja Vennedey, Abteilungsleiterin Suchthilfe, Beratung und Betreuung bei der Diakonie Düsseldorf, mit der Frage beschäftigen, welchen Stellenwert dieses Verständnis von Bindung, Bindungsstörungen und Suchterkrankungen in der konzeptionellen Ausrichtung der ambulanten Suchthilfe und damit der Fachambulanz hat.

Teilnahmegebühren für
Mitarbeitende der Diakonie Düsseldorf:
keine
Teilnahmegebühren für
externe Teilnehmende:
keine

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